chronische Rehehufe

Nur 6 Wochen liegen zwischen den beiden Bildern dieses Vorderhufs. Korrektur eines vor 18 Monaten an Rehe erkrankten Pferdes. Der Schmied und der Tierarzt sagten, es soll um Gottes Willen nichts an der Winkelung verändert werden… Alle 4 Hufe! Der arme Kerl lief zäh wie ein alter Opa mit Taucherflossen… Das Pferd wird seit Behandlungsstart täglich bewegt und nun wieder geritten, hat Spaß an der Arbeit und baut wieder Muskulatur auf.

Nach 6 Wochen: der selbe Huf, aber der Isländer ist wie ausgewechselt!

Der Einfluss untergeschobener Trachten

16-jähriger Araberwallach, Mai 2010

Vergleiche einfach diese Fehlerpunkte mit dem nächsten Bild:
– untergeschobene Trachten
– Gewichtsaufnahme, Positionierung der Beine unter den Körper
– Vorbiegiegkeit (Karpalgelenk)
– angelaufene Sehnen an den Vorderbeinen
– Rückenlinie und fehlende Muskulatur an Schulter und Widerrist
– ausgeprägte und steife Nackenmuskulatur
– ausgestellte Hinterbeine, kuhhessige und zehenweite Stellung der Hufe
– Diese Pferd ist kaum in der Lage, sein Gewicht im Gleichgewicht zu tragen geschweige denn einen Reiter zu tragen
– Kaum zu übersehen – sein unglücklicher Ausdruck: zusammengekniffene Nüstern, Maulspalten und seine Augen zeigen: Er hat Schmerzen!

16-jähriger Araberwallach, November 2010

Sieh genau hin. Hier steht ein entspanntes und glückliches Pferd. Dank korrekter Hufbearbeitung konnten ALLE Punkte verbessert werden!

Überstreckung der Beugesehne (Hyperextension)

Sobald die Hufe zu lang geworden sind, wird ein Überrollen ziemlich schmerzhaft. Dann wird der Huf lieber an den Trachten als an der Zehe belastet – der Beginn des Teufelskreises mit eingeschränkter Beweglichkeit und einer Hyperextension (Überstreckung) der tiefen Beugesehne zur Folge.

Hier deutlich zu sehen: eine viel bessere Positionierung nach nur einer (!) huforthopädischen Behandlung.

Eine verbesserte Zehenachse direkt nach der ersten Bearbeitung